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#merkwürdig: Exzellenz vs. Perfektion

Unter der Rubrik #merkwürdig werde ich zukünftig Beiträge verfassen die im wahrsten Sinne des Wortes würdig sind, gemerkt zu werden. Kurz: Spannende Erkenntnisse, die kurz genug zu sein um sich auch wirklich merken zu können.

Ich habe in der letzten Zeit in meinen Trainings und Coachings häufiger einmal das Vergnügen, mit meinen Teilnehmern den Unterschied von Perfektion und Exzellenz in der agilen Welt zu besprechen und versuche das einmal hier zusammenzufassen. DALL-E zeichnet den Unterschied übrigens so…



In der agilen Welt liegt der Fokus stark auf Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und kontinuierlicher Verbesserung. Daher haben die Begriffe “Exzellenz” und “Perfektion” hier eine etwas andere Bedeutung als es im traditionellen Sprachgebrauch evtl. der Fall ist. Ich erkläre dir das mal aus verschiedenen Blickwinkeln:

  1. Exzellenz in der agilen Welt: Exzellenz bedeutet in diesem Kontext, kontinuierlich und iterativ an einer komplexen Herausforderung zu arbeiten, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Dort arbeitet man eher mit Hypothesen und somit hat man mit vielen Unbekannten zu tun. Darum ist es auch besonders wichtig, durch ständiges Lernen und Anpassen die Arbeit und Prozesse zu reflektieren, um Sie letztlich zu verbessern. Exzellenz ist also ein dynamischer Prozess, bei dem es mehr um den Weg und das Streben nach Verbesserung geht, als um das Erreichen eines endgültigen, perfekten Zustands. Den kann es bei beweglichen Zielen auch nicht früh in der Entwicklung geben. Denke ich an ein Produkt, ist der Zustand, den ich heute als Perfekt bezeichne, morgen evtl. schon nicht mehr passfähig. Verrückt aber wahr.
  2. Perfektion in der agilen Welt: Perfektion könnte in der agilen Welt eher als ein Hindernis gesehen werden. Wenn man ständig nach Perfektion strebt, kann das zu Unflexibilität und Starrheit führen. Die Fähigkeit, schnell auf Veränderungen zu reagieren, wird dadurch sehr wahrscheinlich nicht nur nicht gefördert, sondern behindert diese sogar. In einem agilen Umfeld ist es oft wichtiger, flexibel und reaktionsfähig zu bleiben, als ein perfektes Endprodukt zu erreichen. Wir haben ja bereits gelernt, dass gibt es nur zu einem Zeitpunkt X auf der Zeitachse – 5 Wochen später könnte dieser vormals definierte perfekte Endzustand schon dafür sorgen dass das Produkt nicht mehr genutzt wird etc. Perfektion wird oft mit einem endgültigen Zustand assoziiert, der in einer sich ständig verändernden Welt selten erreichbar oder sogar wünschenswert wäre.
  3. Sprachliche Unterscheidung: In der deutschen Sprache, wie in vielen anderen auch, werden die Begriffe Exzellenz und Perfektion oft synonym verwendet. Doch im Kontext der Agilität ist es wichtig, diese Unterscheidung zu treffen. Exzellenz in der agilen Welt ist ein ständiger Prozess des Lernens und Anpassens, während Perfektion oft als ein statischer, unveränderlicher Zustand angesehen wird. Ich assoziiere visuell gerne Perfektion mit einem Quadrat, während man Exzellenz meint
  4. Aus einer systemischen Perspektive betrachtet, ermutigt die agile Philosophie zu einem ganzheitlichen, dynamischen Ansatz. Teams sollen nicht nur sozusagen isolierte und wenige Aufgaben perfekt erledigen, sondern vielmehr exzellent in der Art und Weise sein, wie sie zusammenarbeiten, lernen und sich an Veränderung anpassen. Das schließt ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Kunden, den Markt und die internen Team- Dynamiken ein. Exzellenz in der Agilität bedeutet also, ein umfassendes System zu schaffen, das kontinuierliches Lernen und Anpassungsfähigkeit fördert.

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